Resilienz

Resilienz – Innere Stärke und Widerstandskraft

Warum gehen einige Menschen mit einer gewissen Leichtigkeit durch persönliche Krisen und stressige Situationen, während andere Menschen sehr belastet werden?

Diese Personen sind resilient, sie gehen mit Gelassenheit und innerer Stärke an die sich ihnen stellenden Aufgaben heran.

Die Medizin, Psychologie und andere Humandisziplinen der Forschung befassen sich traditionellerweise vorrangig mit den Ursachen von Problemen und der Suche nach Möglichkeiten, diese zu beheben. Seit einigen Jahren jedoch gewinnt ein neuer Ansatz verstärkte Bedeutung: die Resilienzforschung. Der Begriff stammt vom lateinischen resilio ab (“abprallen”, “zurückspringen”) und bezeichnet in der Physik hochelastische Materialien, die nach Verformungen ihre ursprüngliche Form wieder annehmen. In den Humanwissenschaften forscht man nach jenen Potentialen, die Menschen dazu befähigen, Niederlagen, Unglück, Stressoren und Schicksalsschläge besser und schneller zu meistern oder den Körper zu heilen.

Wegen unserer immer komplexer und schneller werdender Arbeits- und Lebensumstände brauchen Menschen besondere Fähigkeiten, um sich vor stressbedingten Erkrankungen schützen zu können. Diese Fähigkeiten werden uns in unserem Bildungssystem nicht vermittelt, sind jedoch in jedem Alter erlern- und trainierbar. Es handelt sich hierbei um die sogenannten Resilienzfaktoren.

Selbstwahrnehmung, Eigensteuerung, Akzeptanz, Optimismus, Lösungsorientierung, Selbstverantwortung, Beziehungen gestalten und Zukunftsorientierung, spielen eine sehr bedeutsame Rolle in der heutigen Lebens- und Arbeitswelt und helfen uns besser mit den Belastungen des Lebens umgehen zu können.